Öffnungszeiten

Kleintierpraxis

Freie Sprechstunde (ohne Voranmeldung)

Montag - Freitag: 9.00 - 10.00 Uhr
16.00 - 17.30 Uhr

(Dienstag Nachmittag geschlossen)

Öffnungszeiten der Praxis (mit Voranmeldung)

Montag - Freitag: 8.00 - 13.00 Uhr
14.00 - 18.00 Uhr

(Dienstag Nachmittag geschlossen)

Freie Sprechstunde (ohne Voranmeldung)

Montag - Freitag: 9.00 - 10.00 Uhr
16.00 - 17.30 Uhr

(Dienstag Nachmittag geschlossen)

Großtierpraxis

Auskunft und Terminabsprache

Montag - Freitag: 7.00 - 08.00 Uhr

Notfälle werden natürlich jederzeit angenommen.
Telefon: 0173-6002012

Wichtige Hinweise zu unseren Öffnungszeiten und zu den Besuchen bei uns in der Praxis

Wir bitten Sie, außerhalb unserer Öffnungszeiten telefonisch einen Termin zu vereinbaren, um Behandlungen besser planen zu können und Ihnen Wartezeiten zu ersparen. Aus organisatorischen Gründen können Anfragen jeglicher Art nur telefonisch oder persönlich in der Praxis besprochen werden.

Zur Sicherheit der Tiere bitten wir Sie, Ihren Hund anzuleinen und andere Kleintiere in einer verschließbaren Box zu transportieren.

Alle Wartebereiche sind gemütlich eingerichtet. Informationsbroschüren stehen reichlich zu Ihrer Verfügung, falls Sie etwas länger warten müssen.

Vielen Dank!

Leistungen in unserer
Kleintierpraxis

Allgemeine Leistungen

  • Allgemeine Gesundheitsfürsorge
  • Impfungen
  • Geriatrische Vorsorgeuntersuchungen – „Alterscheck“
  • Sachkundenachweis für Hundehalter

Chirugie

  • Weichteilchirurgie
  • Notfallchirurgie

Diagnostische Möglichkeiten

  • digitales Röntgen - inkl. HD-/ED-Verfahren diverser Zuchtverbände
  • Ultraschalluntersuchungen
  • EKG
  • Endoskopische Untersuchungen
  • Praxiseigenes Labor:
    • Organprofile
    • Kotuntersuchungen
    • Untersuchungen von Hautproben

Spezielle Leistungen

  • Zahnbehandlungen und –prophylaxe
  • Dermatologische Sprechstunde
  • Heimtiersprechstunde
  • Stationäre Betreuung von Notfall- und Intensivpatienten
  • Züchterbetreuung
  • Deckzeitpunktbestimmung
  • Trächtigkeitsuntersuchung (ab 21. Tag post ovulationem)
  • Geburtshilfe / Kaiserschnitt
  • Untersuchung auf Patellaluxation für diverse Zuchtverbände
  • Beratung bei Verhaltensproblemen von Hund und Katze
  • Futtermittelberatung
  • homöopathische Sprechstunde
  • Durchführung des Sachkundenachweises nach Landeshundegesetz mit Zertifikat

Leistungen in unserer
Großtierpraxis

Rind

  • Bestandsbetreuung
  • Ambulante Praxis und mobiler Operationswagen
  • Labmagen- und Zitzenendoskopie
  • Fütterungsauswertung und -beratung
  • Auswertung und Interpretation von Milchleistungsdaten
  • Laboruntersuchungen - eigenes Labor
  • Lungenspülproben
  • Ultraschalluntersuchungen

Schwein

  • Bestandsbetreuung
  • Ambulante Praxis
  • Besuche anlässlich §7 Abs. 2 Schweinehaltungshygieneverordnung
  • Laboruntersuchungen - eigenes Labor
  • Lungenspülproben
  • Ultraschalluntersuchungen

Schaf und Ziege

  • Ambulante Praxis
  • Laboruntersuchungen - eigenes Labor
  • Ultraschalluntersuchungen

Allgemeine Informationen

Meerschweinchenhaltung

Sie möchten sich ein Meerschweinchen anschaffen oder besitzen bereits eines. Um sicherzustellen, dass das Tier gesund und munter bleibt, sollten Sie sich über die optimalen Haltungsbedingungen von Meerschweinchen infor-mieren. Meerschweinchen verfügen über ein paar anatomische Besonderheiten, die sie von anderen Säugetieren unterscheiden. Im Folgenden soll kurz darauf eingegangen werden.

Verdauungstrakt

  • Lebenslanges Zahnwachstum
    Bei Meerschweinchen bereiten vor allem die Backenzähne häufiger Probleme, da sie sich durch Fehlstellungen oft nicht gleichmäßig abnutzen. Regelmäßige Zahnkontrollen, besonders bei verringerter Nahrungsaufnahme, sind besonders wichtig!
  • Koprophagie (Fressen von Blinddarmkot)
    Dies dient der Vitaminaufnahme, und darf auf keinen Fall unterbunden werden!
  • Unvermögen, Vitamin C selbst zu bilden
    Jedes Meerschweinchen sollte täglich 1 Messerspitze Vitamin C-Pulver über das Trinkwasser oder auf einer Gurke angeboten bekommen, da sonst schnell eine Unterversorgung entsteht. Vitamin C ist für die körpereigene Abwehr von entscheidender Bedeutung.
  • Geringe Darmmotorik
    Meerschweinchen haben eine geringe Darmeigenmotorik, d.h. eine regelmäßige Futteraufnahme ist nötig, um die Verdauung zu fördern. Sie müssen immer Heu zur Verfügung haben.

Haut und Haarkleid

  • Meerschweinchen besitzen 2 Duftorgane
    1. Eine Drüse sitzt oberhalb des Schwanzbereiches und ist bei Männchen deutlicher ausgebildet
    2. Bei männlichen Meerschweinchen gibt es außerdem noch die sogenannten Perinealtaschen, die rechts und links des Darmausgangs sitzen
    3. Sie können sich mit Einstreu und Kot zusetzen
  • Fortpflanzung
    1. Trächtigkeit: 68 Tage
    2. Die kleinen Meerschweinchen sind bei der Geburt schon voll entwickelt und können sofort normales Futter fressen
  • Verhalten
    1. Dämmerungs- und nachtaktiv
    2. Rudeltiere
    3. Meerschweinchen verständigen sich akustisch (Pfeifen,Gurren)
    4. Die gemeinsame Haltung mit Kaninchen ist unproblematisch
  • Haltung
    1. Käfighaltung mit Freilauf empfehlenswert
    2. An den Freilauf, v.a. an frisches Gras, müssen die Meerschweinchen aber erst langsam gewöhnt werden
    3. Ab Temperaturen um den Gefrierpunkt sollten Meerschweinchen ins Haus geholt werden
    4. Der Käfig muss gegen Witterungseinflüsse, v.a. Zugluft, geschützt sein
    5. Als Einstreu eignen sich Stroh und Heu, bei nicht allzu großer Kälte auch Sägespäne
    6. Es sollte dick genug eingestreut werden, da ansonsten Sohlengeschwüre entstehen können
  • Fütterung
    1. Als Grundfutter eignet sich Heu (muss immer vorhanden sein!), Möhren, Petersilie, Äpfel, Chicorée, Kohlrabi, Gurke, Tomaten
    2. Körnermischungen sollten nur in geringen Mengen angeboten werden, da diese sehr energiereich sind
    3. Es muss immer frisches Wasser zur Verfügung stehen
    4. Jedes Meerschweinchen sollte täglich eine Messerspitze Vitamin C zugeführt bekommen

Krankheitsanzeichen, bei denen man unbedingt den Tierarzt aufsuchen sollte

  • Augen
    Augeneintrübungen
    Augenausfluss
  • Nase
    Nasenausfluss
    Niesen
  • Haut
    Haarverlust
    Schuppen, Borken
    Juckreiz
    Wunde Füße
  • After
    Verschmutzungen / Durchfall
    Verstopfte Perinealtaschen
  • Maul
    Verklebungen
    Krusten um die Lippen herum
    Zahnfehlstellungen
  • Atmung
    Erschwerte Atmung
    Rasselgeräusche
  • Bauch
    Geblähter Bauch
    Verspannter Bauch / Bauchschmerzen
  • Nervensystem
    Krämpfe
    Lähmungen

Katzenwelpen - Empfehlungen für das Impfen und Entwurmen

Sie haben beschlossen, sich eine kleine Katze anzuschaffen.
Zuvor sollten sie sich allerdings ein paar Gedanken zur Haltung, Ernährung sowie Rassebesonderheiten von Katzen machen. Fragen zu diesen Themen beantworten wir Ihnen jederzeit gerne.

Ein Katzenwelpe sollte frühestens mit 8 Wochen von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte er durch den Züchter schon mindestens zweimal entwurmt und einmal geimpft worden sein.

Jeder Katzenwelpe wird schon im Mutterleib über das Blut der Plazenta sowie ab seiner Geburt über die Muttermilch mit Spul- oder Hakenwürmern infiziert. Auch Menschen, v.a. Kinder, können sich mit den Wurmeiern infizieren. Die sich entwickelnden Larven können dann im Körper in die Leber, Lunge oder Netzhaut des Auges wandern.

Typische Anzeichen eines Wurmbefalls bei der Katze sind Abmagerung, Durchfall, stumpfes Fell und ein sogenannter „Wurmbauch“.

Entwurmungsplan für einen Katzenwelpen:

Saugwelpen: 3., 5., 7. Lebenswoche

3. – 6. Lebensmonat: alle 4 Wochen

ab dem 6. Lebensmonat: 2-4-mal im Jahr

Eine weitere Gesundheitsgefahr für den Welpen stellen die sogenannten Infektionskrankheiten dar. Der Katzenwelpe ist, wenn er geboren wird, einer Vielzahl von Keimen aus der Umgebung ausgesetzt, mit denen sich sein Immunsystem auseinandersetzen muss. Über die Muttermilch erhalten die Kätzchen in den ersten 3 Lebenstagen eine Vielzahl von Antikörpern, die sie gegen die verschiedenen Erreger schützen. Dieser Schutz bleibt bis zur 8. Lebenswoche bestehen, so dass es wenig Sinn macht, die Welpen zu einem früheren Zeitpunkt durch eine Impfung zu immunisieren.

Impfplan für einen Katzenwelpen:

8. Lebenswoche: Katzenschnupfen, Katzenseuche

12. Lebenswoche: Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut

1. Lebensjahr: Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut

Danach jedes Jahr komplette Nachimpfung.

Die Impfung gegen Katzenschnupfen und –seuche sollte auf jeden Fall durchgeführt werden. Wie aus dem Impfplan zu entnehmen ist, müssen die Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche nach 4 Wochen noch einmal wiederholt werden. Dies gehört zur Grundimmunisierung, bei der die sogenannten Gedächtniszellen des Immunsystems aktiviert werden sollen. Diese erkennen den Erreger auch noch nach geraumer Zeit als krankmachenden Eindringling und aktivieren die anderen Zellen der körpereigenen Abwehr, um ihn zu eliminieren. Die Zweitimpfung darf allerdings nicht zu spät erfolgen, da ansonsten auch das „Erinnerungsvermögen“ der Gedächtniszellen nachlässt und kein zuverlässiger Impfschutz mehr gewährleistet werden kann.

Möchte man besonders sicher gehen und seine Katze zusätzlich gegen Leukose und FIP impfen, sollte man dies zeitlich versetzt zu den anderen Impfungen vornehmen, um das Immunsystem nicht zu überfordern.

Gegen Leukose sollte idealerweise erst geimpft werden, wenn ein Bluttest der Katze gezeigt hat, dass sie noch frei von dieser Krankheit ist. Die erste Impfung kann dann ab einem Alter von 8 Wochen erfolgen und muss nach 4 Wochen noch einmal aufgefrischt werden. Danach beträgt das Impfintervall ebenfalls 1 Jahr. Bei der Impfung gegen FIP handelt es sich um einen Impfstoff, der in die Nase eingeträufelt wird. Auch hier muss eine Grundimmunisierung erfolgen. Die erste Behandlung kann in einem Alter von 16 Wochen durchgeführt werden. Die zweite Impfung erfolgt dann 3 Wochen später. Danach erfolgt die Immunisierung 1 mal jährlich.

Nun noch ein paar Worte zu den einzelnen Infektionskrankheiten:

Katzenschnupfenkomplex

  • Virus- und bakterielle infektion
  • Ansteckung über direkten Kontakt mit erkrankten Tieren sowie Tröpfcheninfektion
  • Symptome: Schnupfen, Niesen, Bindehautentzündung, in schweren Fällen auch Fieber
  • Mögliche Komplikationen: Blindheit (ein- oder beidseitig), chronische Bronchitis, Immunschwäche
  • Keine spezielle Therapie möglich, Versuch der Steigerung der Immunabwehr, Antibiose gegen Begleitkeime, Behandlung der Bindehautentzündung

Katzenseuche

  • Viruserkrankung (felines Parvovirus)
  • Ansteckung über direkten oder Kontakt mit kontaminierten Gegenständen
  • Es sind v.a. junge Katzen betroffen
  • In schweren Fällen kann die Erkrankung ohne vorherige Symptome tödlich verlaufen
  • Symptome: Mattigkeit, Inappetenz, Erbrechen, hohes Fieber
  • Keine spezielle Therapie möglich, Infektion verläuft meist tödlich

Leukose (FeLV)

  • Virusinfektion (felines Leukämievirus)
  • Ansteckung über direkten Kontakt mit erkrankten Tieren sowie Tröpfcheninfektion
  • Die Infektion kann klinisch inapperent, d.h. für den Besitzer nicht sichtbar verlaufen
  • Symptome: Fieber, schlechtes Allgemeinbefinden, Blutarmut, erhöhte Anfälligkeit für andere Krankheiten, Zahnfleischentzündungen, Blutungen in die vordere Augenkammer, Tumoren, Gelenkbeschwerden
  • Keine spezielle Therapie möglich

FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

  • Virusinfektion (Coronavirus)
  • Das feline Coronavirus kommt bei fast allen Katzen natürlicherweise im Darm vor und verursacht keine Erkrankung
  • Durch eine Mutation kann das Virus allerdings bösartig werden und FIP verursachen
  • Ansteckung über direkten Kontakt mit erkrankten Tieren sowie Tröpfcheninfektion
  • Symptome: Fieber, Inappetenz, Bauchhöhlenergüsse (dicker Bauch), Abmagerung, Blutarmut, Atmungsbeschwerden, neurologische Ausfälle, Ablagerungen in der vorderen Augenkammer
  • Dadurch, dass das Virus bei den meisten Katzen als gutartige Variante im Darm vorkommt, ist der Nachweis der Erkrankung sehr schwierig, denn bei all diese Katzen werden Antikörper gegen Coronaviren im Blut nachgewiesen
  • Keine spezielle Therapie möglich, Krankheit verläuft tödlich

Tollwut (Rabies)

  • Virusinfektion (Lyssavirus)
  • Infektion durch Speichel (Bisswunden, Hautabschürfungen)
  • Symptome: Zuerst Wesensänderungen (Verkriechen, gehäuftes Miauen, Schreckhaftigkeit, Durchfall)
  • Dann Aggressivität, Beißanfälle, Gleichgewichtsstörungen
  • Am Ende Erschöpfung, Lähmungen, Harn- und Kotabsatzstörungen, Selbstverletzung, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Tod
  • Therapie: keine, verboten, das Tier muss getötet werden

Die Diagnose ist nur anhand von Gehirnmaterial zu stellen, d.h., dass das Tier für die Untersuchung getötet werden muss. Hat eine Katze einen Menschen gebissen oder verletzt, kann das Opfer verlangen, dass der Besitzer einen Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung vorlegt. Ist dies nicht möglich, weil die Impfung versäumt wurde, bleibt rechtlich gesehen nur die Möglichkeit das Tier zu töten, um ausschließen zu können, dass die Katze an Tollwut erkrankt ist. Schon allein aus diesem Grund ist das Einhalten der Impfintervalle dringend anzuraten.

Urlaub mit Hund oder Katze – damit Ihr Tier auch gesund wiederkommt

Wenn Sie Ihr Haustier mit in den Urlaub nehmen möchten, sollten Sie sich vorher über die empfohlene Gesundheitsprophylaxe und die jeweiligen Einreisebestimmungen für das Urlaubsland informieren. Innerhalb der EU müssen Hunde, Katzen und Frettchen, die ins Ausland mitgeführt werden, mittels eines Mikrochips gekennzeichnet sein und über einen sogenannten EU-Heimtierausweis verfügen. Zudem ist eine gültige Tollwutimpfung Voraussetzung, die in diesem Ausweis dokumentiert wird. Einige Länder fordern weiterhin prophylaktische Behandlungen gegen bestimmte Parasitenarten oder tierärztliche Gesundheitsbescheinigungen, die ebenfalls im Heimtierausweis eingetragen werden müssen. Über die jeweiligen Einreisebestimmungen in Ihrem Urlaubsland informieren wir Sie gerne!

Grundsätzlich sollte man bedenken, dass nicht jedes Tier sich fühlt bei Sommer, Sonne, Strand und Meer genauso wohlfühlt wie seine zweibeinigen Besitzer. Viele Hunde vertragen die hohen Temperaturen nicht gut, und auch lange Autofahrten oder gar der Transport in Boxen bei Flugreisen können eine massive Belastung für Ihr Tier darstellen. Man sollte also im Vorfeld abwägen, ob es für den Hund nicht besser wäre, die Urlaubszeit bei Bekannten oder in einer Hundepension zu verbringen.

Soll der Vierbeiner nun doch mitreisen, ist zu bedenken, dass es gerade in den Mittelmeerländern Krankheiten gibt, mit denen sich der Hund / die Katze infizieren und dadurch ernsthaft erkranken kann. Die Übertragung erfolgt meist über Insekten (Zecken und Mücken), so dass unbedingt eine wirksame Prophylaxe gegen Ektoparasiten ein bis zwei Wochen vor Reiseantritt durchzuführen ist. Außerdem sollte der Hund zur Sicherheit nach jedem Spaziergang auf Zecken hin untersucht werden. Die typischen - häufig als „Reise-„ oder „Mittelmeerkrankheiten“ bezeichneten – Erkrankungen können relativ lange Inkubationszeiten haben. Deshalb sollten Sie auch längere Zeit nach Ihrer Rückkehr umgehend einen Tierarzt aufsuchen, wenn Ihr Tier unspezifische Symptome wie Schlappheit, Fieber, Inappetenz oder Abmagerung zeigt. Dieser sollte über den Auslandsaufenthalt informiert werden, damit er ggf. entsprechende Untersuchungen (Blutprobe) durchführen kann.

Ein paar Informationen zu möglichen Reisekrankheiten:

Leishmaniose

  • In erster Linie Hunde
  • Überträger: Sandfliege (Mückenart)
  • Unspezifische Form: Schwäche, schütteres Fell, Fieberschübe
  • Hautform: nicht juckende, schuppige Entzündung der Haut, v.a. auf dem Nasenrücken, um die Augen herum und an den Ohrrändern
  • Organform: Nasenbluten, blutiger Kot, Blutarmut
  • Prognose: vorsichtig, oft nur vorrübergehende Besserung
  • Vorsicht: Auf den Menschen übertragbar!

Ehrlichiose

  • In erster Linie Hunde
  • Überträger: Zecken
  • Akute Symptome: Fieberschübe, Inappetenz, Atemnot, Lymphknotenschwellung, eitriger Augen- und Nasenausfluss, Krämpfe, Lähmungen
  • Chronische Symptome: Blutarmut, Nasenbluten, Blut im Kot
  • Prognose: nur bei rechtzeitiger Behandlung günstig, kann sonst tödlich verlaufen

Babesiose

  • In erster Linie Hunde
  • Überträger: Zecken
  • Schwerer Verlauf: Zerstörung der roten Blutkörperchen mit Mattigkeit, Fieber, blassen bis gelben Schleimhäuten, rot- bis grünbraunem Harn, Atemnot, Kreislaufschock
  • Prognose: bei rechtzeitiger Behandlung günstig, sonst tödlich!

Hepatozoonose

  • Nur Hunde
  • Überträger: Zecken, relativ selten
  • Symptome: Fieber, Apathie, Abmagerung, Muskelschmerzen, eitriger Augen- und Nasenausfluss
  • Prognose: unsicher

Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)

  • Hunde und seltener Katzen
  • Überträger: Mücken
  • Symptome: Leistungsschwäche, Husten, Gewichtsverlust, Herzerkrankung bis hin zum Herzversagen
  • Zunächst häufig längere Zeit symptomlos!
  • Prognose: günstig bei frühzeitiger Behandlung in symptomloser Phase, später vorsichtig

Hämobartonellose

  • Hunde und Katzen
  • Überträger: Zecken und Flöhe, eher selten
  • Symptome: Zerstörung der roten Blutkörperchen mit Blutarmut, Fieber, Gelbsucht, Schwäche
  • Prognose: bei früher Behandlung recht günstig

Kaninchenhaltung

Sie möchten sich ein Kaninchen anschaffen oder besitzen bereits eines. Um sicherzustellen, dass das Tier gesund und munter bleibt, sollten Sie sich über die optimalen Haltungsbedingungen von Kaninchen informieren. Kaninchen verfügen über ein paar anatomische Besonderheiten, die sie von anderen Säugetieren unterscheiden. Im Folgenden soll kurz darauf eingegangen werden.

Verdauungstrakt

  • Lebenslanges Zahnwachstum, v.a. bei Zwergkaninchen bereitet dies häufiger Probleme
  • Regelmäßige Zahnkontrolle (inklusive Backenzähne), besonders bei verringerter Nahrungsaufnahme, ist besonders wichtig
  • Koprophagie (Fressen von Blinddarmkot): Dient der Vitaminaufnahme, auf keinen Fall unterbinden!
  • Geringe Darmmotorik: Kaninchen haben eine sehr geringe Darmeigenmotorik, d.h. eine regelmäßige Futteraufnahme ist nötig, um die Verdauung zu fördern
  • Kaninchen müssen immer Heu zur Verfügung haben
  • Hitzeempfindlichkeit: Optimale Umgebungstemperatur: 18°C - Deshalb das Kaninchen niemals im Sommer in der prallen Sonne nach draußen setzen
  • Im Sommer besteht zusätzlich die Gefahr, dass Fliegen ihre Eier in Wunden oder feuchte Körperbereiche (Analregion bei Durchfällen) legen und es zu Madenbefall kommt – deshalb müssen die Kaninchen jeden Abend kurz untersucht werden!

Fortpflanzung

  • Der Eisprung wird beim Kaninchen durch den Deckakt provoziert
  • Trächtigkeit: 29-31 Tage
  • Normalerweise werden 3-8 Junge geboren
  • Die Augen öffnen sich nach 8-10 Tagen
  • Die Jungen können mit 4-6 Wochen abgesetzt werden

Verhalten

  • Kaninchen sind häufig recht aggressiv anderen Artgenossen gegenüber
  • Am besten lässt sich eine Häsin zusammen mit einem kastrierten Bock halten
  • Die gemeinsame Haltung mit Meerschweinchen ist dagegen kein Problem
  • Kaninchen besitzen unter dem Kinn eine Duftdrüse, weswegen sie oft mit dem Kinn an Gegenständen reiben

Haltung

  • Käfighaltung mit Freilauf empfehlenswert
  • An den Freilauf, v.a. an frisches Gras, müssen die Kaninchen aber erst langsam gewöhnt werden
  • Bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt sollten Kaninchen ins Haus/ Garage geholt werden
  • Der Käfig muss gegen Witterungseinflüsse, v.a. Zugluft geschützt sein
  • Als Einstreu eignen sich Stroh und Heu, bei nicht allzu großer Kälte auch Sägespäne

Fütterung

  • Kaninchen neigen zur Fettleibigkeit, am energiereichsten ist das Kraftfutter, das nur in geringen Mengen gefüttert werden sollte (1 Eßl. / kg Körpergewicht)
  • Als Grundfutter eignet sich Heu (muss immer vorhanden sein!), Möhren, Petersilie, Kohlrabi und Apfel
  • Es muss immer frisches Wasser zur Verfügung stehen!
  • Aufgrund des ständigen Zahnwachstums muss die Möglichkeit zum Nagen gegeben sein (Zweige von Obstbäumen oder Weiden)

Impfungen

Auch Kaninchen müssen geimpft werden:
RHD (Rabbit Hemorrhagic Disease / Chinaseuche)

  • Virusinfektion
  • Übertragung durch kontaminiertes Futter (Löwenzahn/Grünfutter) und Gegenstände, außerdem durch Insekten
  • Oft plötzlicher Tod ohne vorherige Symptome
  • Ansonsten Nasenbluten, Atembeschwerden, Fieber
  • Vorbeuge durch eine Impfung, die jedes Jahr wiederholt werden muss

Myxomatose

  • Virusinfektion (Pockenvirus)
  • Tritt v.a. im Juli und August auf
  • Übertragung durch Mücken
  • Symptome: Entzündung der Augenlider, Schwellung, Tränenfluss, außerdem Schwellungen im Maul, an der Nase, den Ohren und der Anogenitalregion

Die Kaninchen sterben in der Regel an dieser Erkrankung. Vorbeuge durch Impfung, die 6 Monate wirkt, deshalb ist eine Impfung zu Beginn der Freilandsaison zu empfehlen.

Krankheitsanzeichen, bei denen man unbedingt den Tierarzt aufsuchen sollte:

Augen

  • Augeneintrübungen
  • Augenausfluss, geschwollene Augenlider

Nase

  • Nasenausfluss, Schnupfen

Ohren

  • Krusten in den Ohren (Ohrmilben)
  • Schwellungen in den Ohren

Haut

  • knotige Schwellungen
  • Haarverlust
  • Schuppen, Borken
  • Wunde Läufe
  • Madenbefall

After

  • Verschmutzungen / Durchfall
  • Madenbefall

Maul

  • Verklebungen
  • Zahnfehlstellungen

Atmung

  • Erschwerte Atmung
  • Rasselgeräusche

Bauch

  • Geblähter Bauch
  • Verspannter Bauch / Bauchschmerzen

Nervensystem

  • Kopfschiefhaltung
  • Krämpfe
  • Lähmungen

Hundewelpen – Empfehlungen für das Impfen und Entwurmen

Sie haben beschlossen, sich einen kleinen Hund anzuschaffen. Zuvor sollten Sie sich zusammen mit Ihrer Familie darüber Gedanken machen, welche Rasse am besten zu Ihnen passt. Fragen zu Rassebesonderheiten und Tipps zur Haltung, Ernährung sowie Erziehung von Hunden beantworten wir Ihnen jederzeit gerne.

Der Charakter eines Hundes wird in den ersten 12-13 Wochen seines Lebens besonders stark geprägt. Deshalb sollten Sie Wert darauf legen, dass Ihr neues Familienmitglied aus einer guten Haltung stammt. Dazu gehört vor allem Familienanschluss und Kontakt zu anderen Artgenossen.

Ein Welpe sollte frühestens mit 8 Wochen von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte er durch den Züchter schon mindestens zweimal entwurmt und einmal geimpft worden sein.

Jeder Welpe wird schon im Mutterleib über das Blut der Plazenta sowie ab seiner Geburt über die Muttermilch mit Spul- oder Hakenwürmern infiziert. Auch Menschen, v.a. Kinder, können sich mit den Wurmeiern infizieren. Die sich entwickelnden Larven können dann im Körper in die Leber, Lunge oder Netzhaut des Auges wandern.

Typische Anzeichen eines Wurmbefalls beim Hund sind Abmagerung, Durchfall, stumpfes Fell und ein sogenannter „Wurmbauch“.

Entwurmungsplan für einen Welpen:

3. – 12. Lebenswoche
Rundwurmbehandlung

  • Spulwürmer
  • Hakenwürmer
  • Peitschenwürmer

alle 2-3 Wochen sollte der Welpe Pasten oder Suspensionen bekommen

4. – 6. Lebensmonat

Rund- und Bandwurmbehandlung

  • Fuchsbandwurm
  • Gurkenbandwurm
  • Tänien
  • Mesozestoiden

alle 4 Wochen sollte der Welpe Pasten, Suspensionen oder Tabletten erhalten

ab dem 6. Lebensmonat

Rund- und Bandwurmbehandlung
3 – 4 x im Jahr sollte der Hund Tabletten bekommen

Eine weitere Gesundheitsgefahr für den Welpen stellen die sogenannten Infektionskrankheiten dar. Der Welpe ist, wenn er geboren wird, einer Vielzahl von Keimen aus der Umgebung ausgesetzt, mit denen sich sein Immunsystem auseinandersetzen muss. Über die Muttermilch erhalten die Welpen in den ersten 3 Lebenstagen eine Vielzahl von Antikörpern, die sie gegen die verschiedenen Erreger schützen. Dieser Schutz bleibt bei den meisten Infektionserregern bis zur 8. Lebenswoche bestehen, so dass es wenig Sinn macht, die Welpen zu einem früheren Zeitpunkt durch eine Impfung zu immunisieren. Eine Ausnahme macht die sogenannte „Puppy-Impfung“, die mit 5 Wochen durchgeführt wird und einen Schutz vor Parvovirose gibt; der Schutz durch die Muttermilch endet im Fall der Parvovirose nämlich vor der 8. Lebenswoche.

Impfplan für einen Welpen:

6. Lebenswoche:

  • Parvovirose

8. Lebenswoche

  • Parvovirose
  • Staupe
  • Leptospirose
  • Hepatitis
  • Zwingerhusten

12. Lebenswoche

  • Parvovirose
  • Staupe
  • Leptospirose
  • Hepatitis
  • Zwingerhusten
  • Tollwut

16. Lebenswoche

  • Parvovirose
  • Staupe
  • Leptospirose
  • Hepatitis
  • Zwingerhusten
  • Tollwut

15 Monate

  • Parvovirose
  • Staupe
  • Leptospirose
  • Hepatitis
  • Zwingerhusten
  • Tollwut

Danach erfolgt eine jährliche Wiederholung der Impfung, die den jeweiligen Bedürfnissen des Hundes angepasst werden kann.

Wie aus dem Plan zu entnehmen ist, müssen die Erstimpfungen mehrfach wiederholt werden. Dies gehört zur Grundimmunisierung, bei der die sogenannten Gedächtniszellen des Immunsystems aktiviert werden sollen. Diese erkennen den Erreger auch noch nach geraumer Zeit als krankmachenden Eindringling und aktivieren die anderen Zellen der körpereigenen Abwehr, um ihn zu eliminieren. Die Zweitimpfung darf allerdings nicht zu spät erfolgen, da ansonsten auch das „Erinnerungsvermögen“ der Gedächtniszellen nachlässt und kein zuverlässiger Impfschutz mehr gewährleistet werden kann.

Nun noch ein paar Worte zu den einzelnen Infektionskrankheiten:

Staupe (Carrésche Krankheit)

  • Viruserkrankung (Paramyxovirus)
  • Ansteckung über Speichel und Kot erkrankter Tiere oder über das Blut der Mutter während der Trächtigkeit
  • Bei erwachsenen Hunden kann die Erkrankung symptomlos sein
  • Symptome: Fieberschübe, Inappetenz, Durchfall, Bindehautentzündung, Schnupfen, Bronchitis
  • Keine spezielle Therapie möglich
  • Hepatitis contagiosa canis (ansteckende Leberentzündung)

    • Viruserkrankung (Adenovirus)
    • Tröpfcheninfektion und über Speichel
    • Bei erwachsenen Hunden kann die Erkrankung symptomlos sein
    • Tritt v.a. bei Junghunden und oft im Zusammenhang mit Staupe auf
    • Plötzlicher Tod ohne vorherige Symptome möglich
    • Symptome: Fieber, Mandelentzündung, Lymphknoten-schwellung, Blutungen in der vorderen Augenkammer und unter der Haut, Leber- und Milzvergrößerung, Bronchitis, Durchfall, zentralnervöse Störungen
    • Keine spezielle Therapie möglich

    Parvovirose (Hundeseuche)

    • Virusinfektion (canines Parvovirus)
    • Ansteckung über Kot und kontaminierte Gegenstände
    • Bei erwachsenen Hunden kann die Erkrankung symptomlos sein
    • Junge Hunde überleben die Infektion oft nicht
    • Symptome: Dünndarmentzündung mit Durchfall, Erbre-chen, Untertemperatur oder Fieber, Inappetenz, Bauchschmerzen
    • Keine spezielle Therapie möglich

    Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche/Weilsche Krankheit)

    • Bakterielle Infektion (Leptospiren)
    • Ansteckung über Urin oder Speichel, auch von Schadnagern
    • Bei erwachsenen Hunden kann die Erkrankung symptomlos sein
    • Symptome: Hautblutungen, Nierenentzündung, Throm-bosen, Gelbsucht
    • Die Krankheit wird meist überstanden, es bleiben jedoch häufig Nierenschädigungen zurück
    • Keine spezielle Therapie möglich
    • Diese Erkrankung ist auch auf den Menschen übertragbar!

    Zwingerhustenkomplex

    Bakterielle und Virusinfektion
    Tröpfcheninfektion
    Symptome: Trockener Husten, Würgen, Mandel-entzündung, evtl. Fieber
    Therapie: Antibiose, Stärkung der Immunabwehr

    Tollwut (Rabies)

    • Virusinfektion (Lyssavirus)
    • Infektion durch Speichel (Bisswunden, Hautabschürfungen)
    • Symptome:
      1. Zuerst Wesensänderungen (Ängstlichkeit, Bellen, Überfreundlichkeit)
      2. Dann Aggressivität, Drangwandern, Fressen von Gegenständen, Speicheln, epileptische Anfälle
      3. Am Ende Erschöpfung, Lähmungen, Tod
    • Therapie: keine, verboten, das Tier muss getötet werden
    • Die Diagnose ist nur anhand von Gehirnmaterial zu stellen, d.h., dass das Tier für die Untersuchung getötet werden muss. Hat ein Hund einen Menschen gebissen oder verletzt, kann das Opfer verlangen, dass der Hundebesitzer den Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung vorlegt. Ist dies nicht möglich, weil die Impfung versäumt wurde, bleibt rechtlich gesehen nur die Möglichkeit das Tier zu töten, um ausschließen zu können, dass der Hund an Tollwut erkrankt war. Schon allein aus diesem Grund ist das Einhalten der Impfintervalle dringend anzuraten.

    Diese Erkrankung ist durch den Biss eines erkrankten Tieres auf den Menschen übertragbar!

Flohbefall bei Hund und Katze

Flohbefall ist ein sehr häufiges Problem bei unseren vierbeinigen Patienten. Dabei werden das Ausmaß und die Folgen für das betroffene Tier als auch dessen Besitzer oft unterschätzt.

Zum einen verursacht der Flohspeichel ähnlich dem der Mücke stark juckende Stiche bei Mensch und Tier, zum anderen kann er aber auch Allergien auslösen. Außerdem können Flöhe Würmer und Krankheiten übertragen.

Kratzt sich Ihr Tier in der letzten Zeit vermehrt? Schaut sich Ihr Hund plötzlich nach hinten um und beißt sich am Schwanzansatz oder an den Oberschenkeln? Setzt er sich oft ruckartig hin und kratzt sich mit seinen Hinterbeinen am Hals? Bekommt Ihre Katze auf dem Rücken Borken und haarloseStellen? Oder sehen Sie vor allem bei weißhaarigen Vierbeinern kleine schwarze Pünktchen im Fell?

Wenn Ihnen zumindest eines dieser Symptome von Ihrem Tier her bekannt vorkommt, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen, um sich und den Vierbeiner vor den kleinen Plagegeistern zu schützen.

Wie sieht so ein Floh überhaupt aus?

FlohFlöhe haben eine rotbraune Farbe und sind ca. 1-8 mm groß und seitlich abgeplattet.
In der Mehrzahl der Fälle sind sowohl unsere Katzen als auch Hunde vom sogenannten Katzenfloh (Ctenocephalides felis) befallen. Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) kommt sehr viel seltener vor. Sowohl männliche als auch weibliche Flöhe leben parasitisch. Sie ernähren sich vom Blut des Wirtes (Mensch oder Tier) und können bis zu 100 Tage auf ihm leben.

Wieso ist es so wichtig, Flohbefall rechtzeitig zu bekämpfen?

Die Anzahl der sichtbaren erwachsenen Flöhe stellt nur die Spitze eines Eisberges dar. Auf einen ausgewachsenen Floh kommen nämlich bis zu 100 Jugendstadien (Eier, Larven, Puppen) in der Umgebung! Ein Flohweibchen kann 40-50 Eier am Tag legen. Dies tut es über einen Zeitraum von bis zu 40 Tagen, so dass es in seinem Leben 1000-2000 Eier produziert! Diese fallen relativ schnell aus dem Fell heraus, so dass sie v.a. in der Umgebung des Tieres (Tierlager, Teppichboden, Bodenritzen) liegen bleiben. Dort schlüpfen die Larven, die sich vom Kot der erwachsenen Flöhe ernähren. Sie belästigen den Wirt somit nicht direkt. Die Larven verpuppen sich schließlich und bilden einen Kokon, ähnlich dem der Schmetterlinge. Dieser haftet sehr stark am Untergrund und ist für das menschliche Auge nahezu unsichtbar. In den Kokons können die Flöhe sehr lange überlebensfähig bleiben (bis zu 140 Tage). Sie warten sozusagen nur auf einen günstigen Moment (Erschütterungen durch einen vorbeigehenden Wirt, Temperaturanstieg, Licht) zum Schlüpfen.

Welche Erkrankungen können durch Flohbefall auftreten?

1. Juckreiz

Im Flohspeichel befinden sich allergene Substanzen, die zu Rötung, Schwellung und Juckreiz führen

2. Blutarmut

Bei starkem Flohbefall kann es durch den Blutverlust zu einer Blutarmut kommen. Davon sind v.a. junge Tiere betroffen

3. Flohspeichelallergie

Einige Tiere reagieren besonders allergisch auf den Flohspeichel. Die Haut entzündet sich z.T. schon bei einem einzigen Flohstich und zeigt Pusteln, Rötungen, Schuppenbildung und Haarausfall. Besonders betroffen sind die Regionen am Schwanzansatz, auf dem Rücken und im Nacken.

4. Wurmbefall

Flöhe sind Zwischenwirte bestimmter Bandwurmarten. Beim Putzen oder Beißen nimmt das Wirtstier den infizierten Floh auf und verschluckt ihn. Auch Kleinkinder können sich mit den Bandwürmern infizieren.

5. andere Krankheiten

Flöhe waren für die Übertragung der Pest verantwortlich. Außerdem können Sie Milben und Hautpilze übertragen.

Was kann ich also vorbeugend tun?

Um einen Flohbefall frühzeitig zu erkenn, sollte man regelmäßig das Haarkleid seines Tieres kontrollieren und ab und zu das Fell mit einem Flohkamm, der besonders eng stehende Zinken besitzt, durchkämmen. Bleiben schwarze Krümel im Kamm hängen oder fallen diese aus dem Fell heraus, sollte man sie auf einer weißen Unterlage sammeln und etwas Wasser darauf geben. Flohkot zerläuft nach kurzer Zeit rötlich, da es sich hierbei um unverdautes Blut handelt. Floheier sind eventuell auf einer dunklen Unterlage als helle Pünktchen zu erkennen.

Hat man den Verdacht eines Flohbefalls, sollte man sein Tier mit Spot-on-Präparaten behandeln, die man in den Nacken auftropft. Der Wirkstoff zieht dabei in die Unterhaut ein, ist auf dem Haarkleid nicht mehr nachweisbar und saugende Flöhe sterben durch den Wirkstoff im Blut. Diese Präparate wirken z.T. auch gleichzeitig gegen Zecken und haben eine Wirkdauervon ca. 6-8 Wochen (gegen Flöhe).

Hat man den Verdacht, dass in der Wohnung schon viele Eier und Larven vorhanden sind, sollte man ein erweitertes Mittel am Tier anwenden, dass auch die Entwicklung der Eier und Larven in der Umgebung unterbindet. Außerdem gibt es Sprays, die sehr effektiv in Wohnräumen angewandt werden können.

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